Rendering
Ziel des Forschungsbereichs Rendering ist die realistische Abbildung von reellen Objekten.
Überblick
Rendering beschäftigt sich mit der Entwicklung von Bildern welche Objekten in der tatsächlichen Welt sehr nahe kommen. Oft liegt eine starke Betonung auf Realitätsgehalt oder interaktiven Darstellungsalgorithmen. Daraus ergibt sich auch die Unterscheidung zu Visualization, wo der Fokus auf der graphischen Repräsentation von abstrakten oder bearbeiteten Daten liegt, um Verständnis für Situationen zu entwickeln welche nicht direkt betrachtet werden können. Beispiele für Renderinganwendungen sind Virtuelle Prototypen, Architekturplanung und Rekonstruktion. Der Renderingbereich am VRVis adressiert viele Herausforderungen am aktuellen Stand der Renderingforschung:
Akquise – Mit Methoden wie Laserscans oder photogrammetrischer Rekonstruktion ist es möglich geworden sehr große Areale mit hoher Auflösung aufzunehmen. VRVis hat signifikante Erfahrungen mit diesen Akquiseprozessen und den damit verbundene Herausforderungen inklusive Fehlerdetektion, Kombination von teilweisen Akquisen, Datenklassifikation und Simplifizierung.
Skalierbarkeit – Von modernen Renderingsystemen wird erwartet, dass sie sehr große Szenen mit Leichtigkeit anzeigen können. Diese Modelle sind oft in der Größenordnung von mehreren hundert Megabytes und erfordern dadurch fortschrittliches Resourcemanagement und hocheffiziente Algorithmen. Das am VRVis entwickelte Renderingsystem kann extrem große Modelle – so wie die gesamte Stadt New York – mit sehr detaillierten Texturen in Echtzeit darstellen.
Semantik – Zusätzlich zum einfachen Darstellen eines Modells „wie es ist“, möchte man verstärkt auch semantische Informationen inkludieren um spezielle Teile zu identifizieren oder hervorzuheben. Die Handhabung von semantischen Informationen ist ein integraler Bestandteil des Renderingsystems am VRVis. Während dem Design und der Entwicklung wurde besonders auf die Anpassungsfähigkeit für neue Anwendungen und speziellen Anforderungen geachtet.
Interaktion – Viele Applikationen zeigen nicht einfach eine statische Szene, sondern erfordern verschiedene Arten der Interaktion. Dies reicht von einem einfachen Umschalten zwischen verschiedenen Szenarien, um einen direkten Vergleich zwischen Designalternativen zu haben, und reicht bis zur direkten Interaktion mit dem Modell selbst wie zB die Repositionierung von Objekten oder die Modifikation der Geometrie und der Oberflächenparameter. Aufgrund der sehr flexiblen Datenstruktur der VRVis Renderingsysteme können diese Anforderungen erfüllt werde, ohne dass dadurch die Renderingleistung beeinträchtigt wird.

