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Dipl.-Math.in Dr.in Katja Bühler

Area Coordinator Complex Systems | Head of Biomedical Image Informatics Group

Katja Bühler studierte Mathematik (Dipl-math.) am Karlsruher Institut für Technologie und schloss ihr Studium 1996 erfolgreich ab. Nach einem vom DAAD finanzierten, einjährigen Forschungsaufenthalt am Centro de Computación Gráfica y Geometría Aplicada, Universidad Central de Venezuela, wechselte sie nach Österreich, wo sie 2001 am Institut für Visual Computing & Human-Centered Technology der TU Wien zur Doktorin der Informatik (Dr.techn.) promovierte. Dort hatte sie auch den Posten einer Universitätsassistentin (Univ.Ass.) inne, ehe sie 2002 ihre Karriere als Senior Researcher am VRVis sowie als externe Lektorin an der TU Wien fortsetzte. Bereits im folgenden Jahr, 2003, folgte ihre Beförderung zur Leiterin der Biomedical Image Informatics-Forschungsgruppe des VRVis. Seit 2010 leitet sie zudem den Forschungsbereich "Complex Systems". Zusätzlich vertiefte sie ihre Kenntnisse im strategischen F&E-Management (INSEAD, 2010) und absolvierte das renommierte Führungskräfte-Programm "Zukunft.Frauen" der Wirtschaftskammer Österreich (2020). Katja Bühler wird regelmäßig von der Europäischen Union und verschiedenen internationalen Förderorganisationen als technische und wissenschaftliche Expertin engagiert. Schwerpunkte ihrer Expertentätigkeit liegen dabei auf Visual Computing, Image Analytics, Künstliche Intelligenz, HPC und Research Data Management, sowie auf der Evaluation und Begleitung von Large-Scale Research (FET Flagship), Forschungsinfrastrukturen und PPP-Projekten.

Forschungsschwerpunkte

Katja Bühler verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Innovations- und Forschungsstrategien sowie ihrer Implementierung als Forschungsprojekte in enger Kooperation mit Wirtschaft und Wissenschaft auf internationaler Ebene. Ihre wissenschaftlichen Wurzeln liegen in den Bereichen Reliable Computing, numerische Mathematik, Geometrieverarbeitung und Visualisierung. Seit 2003 widmet sie sich mit ihrem Team der Entwicklung hocheffizienter Methoden, die einen Zugang zu der in (biomedizinischen) Bildern und großen Daten kodierten Information ermöglichen. Ihre interdisziplinäre Gruppe verfügt über fundiertes Fachwissen in den Bereichen Bildanalyse, Künstliche Intelligenz und klassisches maschinelles Lernen (Machine Learning), High-Performance Computing, Data Mining, Visualisierung und Mensch-Computer-Interaktion, auf dessen Basis innovative Visual-Computing-Lösungen für die Medizin, die Life Sciences und seit kurzem auch für die industrielle Fertigung geschaffen werden. Die Forschungsergebnisse der Gruppe erhalten laufend Auszeichnungen und mündeten bereits in etliche internationale Patenten mit einem starken Fokus auf KI. Die aus der Forschung der Gruppe hervorgegangene, sehr erfolgreiche Software hilft beispielsweise Radiologen bei der Arbeit mit multimodalen Bildern und bei diagnostischen Aufgaben im klinischen Alltag, ermöglicht Neurowissenschaftlern und Krebsbiologen den Einblick in die sehr heterogenen, hochdimensionalen Daten ihrer Fachgebiete und unterstützt die Optimierung von Herstellungsprozessen.

Die e-Science-Plattform Brain*, die gemeinsam mit mehreren Forschungseinrichtungen in Europa und den USA sowie der pharmazeutischen Industrie entwickelt wurde und von diesen auch genutzt wird, bietet eine ideale Lösung für die drängende Notwendigkeit einer intelligenten Verwaltung und Nutzung bildintensiver Datensammlungen und beschleunigt die bildbasierte und datengetriebene Forschung der Neurowissenschaften.

Katja Bühler ist eng in ein interdisziplinäres wissenschaftliches Netzwerk eingebunden. Sie ist Mitglied des Vorstands von Austrian Bioimaging, Mitherausgeberin der Fachzeitschriften Computers and Graphics, The Visual Computer und Frontiers in Bioinformatics. Weiters ist sie Vorsitzende, IPC-Mitglied und Gutachterin für verschiedene internationale Konferenzen und aktives Mitglied internationaler Fachgesellschaften wie Eurographics, MICCAI, GAMM und der Austrian Association of Neuroscience (ANA). Sie ist regelmäßig als Beisitzerin für Dissertationen an internationalen Universitäten tätig. Derzeit ist sie wissenschaftliche Beraterin des österreichischen SEVA-Projekts und Mitglied des Leitungsgremiums "GI Fachgruppe Visual Computing in der Medizin" der Deutschen Gesellschaft für Informatik. Zuvor war sie außerdem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der EG VCBM (bis 2019), des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie CURAC (2012-2014) und der französischen Forschungsinfrastruktur TEFOR.

Vorträge & Podiumsdiskussionen

Katja Bühler lehrte Medical Visualization an der TU Wien (2001-2012). Im Bereich Bildinformatik und medizinische Visualisierung hält sie regelmäßig Gastvorlesungen an Universitäten und Fachhochschulen für medizinisches und radiologisches Fachpersonal sowie für Forschende im Bereich Bildgebung, und betreut darüber hinaus Diplom- und Doktorarbeiten in Kooperation mit nationalen und internationalen Universitäten.

Auch außerhalb der Wissenschaft ist Katja Bühler eine gefragte Expertin auf dem Gebiet des Visual Computing, der Bildinformatik, der Künstlichen Intelligenz und Data Science für die Neurowissenschaften. So nimmt sie laufend als Panelistin an Podiumsdiskussionen, Veranstaltungen und Konferenzen zu diesen Themen teil, z.B. am Forum Alpbach, an der WKO-Konferenz über Künstliche Intelligenz, an der VIP Night on Deep Learning & AI, am Brainstorms Festival und am AICI Forum Villach (Künstliche Intelligenz in der klinischen Bildgebung). Last but not least ist Katja Bühler mit ihrer Expertise auch in den Medien stark vertreten, so wurde zuletzt in "Der Standard" sowie in der Zeitschrift "Report+" über ihre Forschungsarbeit im Bereich Künstliche Intelligenz berichtet.

Auszeichnungen (Auswahl)

Für das Management eines erfolgreichen langfristigen Forschungsprojektes mit AGFA Healthcare erhielten Katja Bühler und Rainer Wegenkittl im Jahr 2012 den österreichischen science2business award. Weiters war Katja Bühler für den "Woman in Tech"-Award 2019 nominiert, der vom österreichischen Bundesministerium für digitale und wirtschaftliche Angelegenheiten vergeben wird. Im Jahr 2020 wurde ihr der renommierte TU-Frauenpreis verliehen.

Forschungsgruppe

Awards

Publikationen